8 days in Bangkok – Like a rollercoaster, and I hate rollercoaster, normally…

Meine 108 Tage in Südostasien, beginnen mit klirrend kalten -15 Grad Abschied in Deutschland. Bangkok wartet mit 35 Grad auf,  versuche ich mich meinen Körper zu erwärmen. Eisiger Wind, graue Kälte. Absprung in eine andere Welt und dem zu langen Winter entfliehen, war eine der Ideen, gerade noch geschafft.

Das letzte Jahr war einfach auch zu dicht gepackt. Aber was will man erwarten, wenn der mächtige Schicksalsplanet Saturn, dass eigene Sternzeichen durchläuft und dann auch noch in Opposition, also gegenläufig ist?

Saturn einmal anders betrachtet, hilft einem die notwendigen Korrekturen in seinem 
Leben vorzunehmen. So kam es auch zu dem Plan, längere Zeit durch Südostasien zu reisen. Genau 108 Tage, nicht mehr und auch nicht weniger. Das genaue Ziel und Bedeutung war mir nicht ganz klar, nur die Gewissheit, dass diese Reise unumgänglich ist
.

Das neue Jahr hatte jede Menge für mich zu bieten. Die Wundertüte des Universum für mich wurde mir nicht häppchenweise geliefert, sondern gleich komplett ausgepackt und vor meine Füße gelegt. An anderer Stelle mehr dazu, was alles drin war. . .

Los geht’s & das teuerste Bier der Welt in Dubai

Mein Gepäck stand nun abreisefertig da. Ich auch. Endlich, Aufbruch und der Kälte entfliehen. Mit dem Zug zum Flughafen, 1. Flug von München nach Dubai. Zwischenstopp – mitten in der Nacht. Leichte Entspannung und dass teureste Bier meines Lebens am Flughafen in Dubai getrunken (13€) – habe ich Gott sei Dank erst dannach gesehen. Mei war des leckkkker. . .

Boarding, nun direkt weiter in die Stadt der Engel, nach Bangkok. Die Müdigkeit kommt voll durch. Aber was soll ich mich beklagen. Meine Sitznachbarn, ein Paar aus Argentinien, haben einen 17 Stunden Flug gegen die Zeit hinter sich und nun noch weitere 6 Stunden liegen vor uns. Sie wisse nicht mehr, wo sie ist, sagte sie mir. . .

2 Filme, 2 Stunden Schlaf und ein Frühstück später, fliegen wir über Myanmar Richtung Thailand. Dankbarkeit und innere Tränen stellen sich ein.

 Betrete thailändischen Boden, melde mich wie immer bei den Göttern an, bitte um Schutz auf meiner Reise und bedanke mich, dass ich dieses Land betreten darf.

Bangkok: Die Stadt der Engel hat mich wieder

Hole mir mein ViSA on arrivel für 30 Tage und mein Koffer, milde Wärme streichelt mich sanft und sagt hallo zu mir. Mit dem Taxi fahre ich zu meiner AirBnB- Unterkunft. Checkin kein Problem, 5. Stock ohne Aufzug auch nicht – dass wusste ich alles schon. . . 

Ich wusste aber nicht, dass direkt am Haus eine 8 spurige Strasse und direkt darüber in der 2. Ebene eine 4-spurige Express Autobahn verläuft. 
Und die 2. Ebene war auf Höhe von meinem Zimmer.

Das Zimmer perfekt, groß, hell, sauber. . . aber der Lärmpegel – ohne Worte -
Ich sah nur noch Fragezeichen vor mir, what the hell is going on? Und wie lange willst du hier bleiben? Ein Versuch ein anderes Zimmer zu bekommen unternahm ich – ohne Erfolg natürlich, da er nur Zimmer in diese Richtung hat – Aber, meins sei noch das Beste – what? Ja und er lebt auch in diesem Haus mit seiner Familie. Aber einem Thai kann man niemals böse sein. Offenherzig versucht er mir zu helfen, mit Ohrstöpseln usw.

Gut die Lektion lag auf der Hand. Annehmen was ist und im Herzen damit weitergehen. So unternehme ich erstmal einen Streifzug durchs Viertel. Nur Thais, ich der einizige Weiße der herausleuchtet. 
Investiere meine frischen Bhats aus dem Geldautomaten, in eine Massage und eine anschliessende Suppe. Die Mädels amüsierten sich köstlich, als sie mich mit den Stäbchen essen sahen, um natürlich im gleichen Moment mit einer Gabel und einem Sorry aufzutauchen.

Meine Welt war wieder in Ordnung und ich fuhr mit dem Taxi nach Hause – allerdings hatte ich mehr als Glück. Ich war doch schon weit gelaufen und es war sehr schnell dunkel geworden. Der Taxifahrer kannte aber meine Strasse nicht und mein Englisch verstand er auch nicht bzw. ich kann kein Thai, da ich ja der Gast bin und nicht er. Schlagartig fiel mir die Mail von meinem Vermieter ein, da ich ihn schon um eine Wegbeschreibung auf Thai gebeten hatte. . .

iPhone und Steve Jobs sei Dank (wird noch sehr oft kommen. . .)

So fiel ich erschöpft in einen 10-stündigen, fast komatösen Schlaf. Meine Ohren fest versiegelt, mit meinen passgenauen Silliokonstöpseln. 

In den folgenden Tagen pendelte ich in Bangkok, mit dem Klongboot auf und ab. Lies mich zu den fantastischen Tempeln treiben um zu staunen, dankbar zu sein und um zu meditieren.

Die Achterbahn anhalten – Innehalten – Ankommen – da SEIN – verweilen im JETZT.

Meine Reise bekam erste Konturen. Immer wieder schien durch: Ich bin zur richtigen Zeit am richtigen Ort. 
Ich erlebte mehr als tiefgreifende Momente bei meinen Pujas (Opferritual), im einzigen hinduistischen Tempel in Bangkok in der Silom Road. Meine kleiner Indienspace.

Vor über 15 Jahren war ich in einem Hotel in der Silomroad und bin sehr oft faszinierend an diesem Tempel vorbei gelaufen, aus irgend welchen Gründen bin ich nie rein gegangen. Als ich schwer erkrankte und im Krankenhaus lag, war mein Bruder in Bangkok, ich bat ihn für mich dort hinzugehen. . .da mich dieser Tempel nie wirklich losgelassen hat. Er brachte mir einen Ganesha mit, welcher mich seither begleitet und ich erfreue mich heute immer noch jeden Tag an diesem Geschenk. . .

Danke Brotherheart. . .

Alltag in Bangkok

Die Tage pendelten sich ein, zwischen etwas arbeiten, Tempeln und Alltagsdingen in der Khao San Road nachgehen – oder besser gesagt, ich dachte immer ich sei schon in der Khao San – war aber tatsächlich nur in den Seitenarmen. . .

Am letzten Abend hatte ich eine Verabredung in der Khao San Road. . . nach 3 Stunden war es Zeit, diese Erfahrung als gemacht und für beendet zu erklären.

Nur soviel: Hell on earth. . .

Mehr als stimmig war es nun, Bangkok in Richtung Ko Tao im Süden zu verlassen. . . der Nachtzug und eine 14-stündige Reise sollte mich auf die Schildkröteninsel bringen. Mittlerweile bin ich angekommen. Was hier auf mich wartete und was dieses kleine Paradis auf Erden mit mir macht, erfahrt ihr im 2. Teil. . . see you there.

Love, Peace and Light to all

Fotoimpressionen von Bangkok

Meine Reiseführer Empfehlungen für Bangkok

Nach wie vor ist der Lonely Planet für mich der Reiseführer, welcher am Besten zu mir passt. Sicherlich ist er über die letzten Jahre kommerzialisiert worden und hat mit seinem Ursprungsnamen nicht mehr all zuviel zu tun. Vor allem die Tipps für Transportmöglichkeiten von A nach B und Übernachtungsempfehlungen schätze ich sehr und meine persönliche Erfahrungen sind durchweg positiv.

Wer auf der Suche ist nach speziellen „Geheim-Tipps“ für Bangkok sollte sich mal die geballten 555 Insider Tipps von den Herren Stephan Diener und Florian Blümm anschauen. Abseits der üblichen Touristenhighlights gibt es in Bangkok doch das eine oder andere Schmankerl zu finden wie z.B. den Flugzeugfriedhof.

Wenn du ausser Thailand bzw. Bangkok noch weitere Reiseziele in Südostasien auf deiner Route hast, könnte auch der Reiseführer „Südostasien für wenig Geld“ von Lonely Planet eine Option sein. Ich hatte seinerzeit die gedruckte Ausgabe mit im Gepäck, da ich einfach in einem gedruckten Buch sehr viel lieber lese und auch Markierungen von Hand mache. Heute würde ich es mir zweimal überlegen, da der Prügel halt doch knapp 1kg auf die Waage bringt.

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