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Camper Wassersystem planen: Frischwassertank, Druckpumpe, Boiler & Warmwasser im Campervan

Ein gutes Wassersystem ist im Campervan mindestens genauso wichtig wie eine sauber geplante Elektrik. Spätestens wenn du mehrere Tage autark stehen, im Camper duschen oder warmes Wasser nutzen möchtest, wird aus einem einfachen Kanister schnell ein richtiges kleines Bordwassersystem.

In diesem Artikel zeige ich dir mein komplettes Wassersetup in meinem Peugeot Boxer L2H2 Camper-Ausbau. Ich erkläre dir, welche Komponenten ich verbaut habe, wie Frischwassertank, Wasserfilter, Druckpumpe, Warmwasserboiler, Verbrühschutz und Wasserhahn miteinander verbunden sind und welche Fehler ich beim Einbau vermeiden würde.

Mein wichtigster Tipp: Loctite SI 5331 als Dichtmittel verwenden

Eine der wichtigsten Erfahrungen aus meinem Camper-Wassersystem: Verwende bei wasserführenden Gewindeverbindungen ein geeignetes Dichtmittel. Ich habe bei meinem Setup sehr gute Erfahrungen mit Loctite SI 5331 gemacht.

Gerade bei Übergängen, Verschraubungen, Adaptern und Anschlüssen im Druckwassersystem entscheidet die saubere Abdichtung darüber, ob das System später wirklich dicht bleibt.

Bei meiner ersten Variante hatte ich mit günstigen Verschraubungen und unzuverlässigen Abdichtungen Probleme. Mit hochwertigeren Komponenten in Kombination mit Loctite SI 5331 wurde das System schließlich zuverlässig dicht.

Mein Fazit: Beim Wassersystem lieber einmal sauber abdichten, statt später hinter der Verkleidung nach einer undichten Stelle suchen zu müssen.

Loctite SI 5331 als Dichtmittel für wasserführende Verschraubungen im Camper Wassersystem

Amrit Soul-Traveller Profilbild

Ich bin Amrit von Soul-Traveller – passionierter Camper-Ausbauer und Fotograf, Vollblut-Praktiker mit Ingenieurstudium und Elektroniker-Ausbildung. Bei meinen Ausbauten achte ich darauf, dass Lösungen nicht nur gut aussehen, sondern im Alltag wirklich funktionieren.    Mehr über mich. . . | Zum Fotoblog. . .

Darum geht es in diesem Artikel

Dieser Artikel basiert auf meinem YouTube-Video zum Thema Campervan Wassersetup. Ich zeige dir mein Druckwassersystem mit 112-Liter-Frischwassertank, Alb Wasserfilter, Lilie Druckpumpe, Votronic Füllstandsanzeige, Warmwasserboiler und Verbrühschutz.

Es geht hier um mein reales Setup aus der Praxis meines DIY-Camper-Ausbaus – inklusive der Dinge, die auf Anhieb funktioniert haben, und der Stellen, an denen ich nachbessern musste.

Video: Mein Campervan-Wassersetup im Überblick

Im Video zeige ich dir die einzelnen Komponenten direkt im Camper und erkläre, wie mein Frischwasser- und Warmwassersystem aufgebaut ist.

Warum ein gutes Wassersystem im Camper so wichtig ist

Bei meinem ersten Camper-Ausbau hatte ich einen 80-Liter-Frischwassertank verbaut. Das hat grundsätzlich funktioniert, aber unterwegs habe ich schnell gemerkt: Wasser ist im Camper eine richtig wertvolle Ressource.

Gerade wenn du nicht ständig auf Campingplätzen stehst, duschen möchtest oder mehrere Tage autark unterwegs bist, ist ein größerer Frischwasservorrat sehr angenehm. Deshalb war für meinen neuen Ausbau klar: Wenn möglich, möchte ich mehr Wasser mitnehmen.

Ähnlich wie bei der Camper-Elektrik gilt auch hier: Reserven machen das Reisen entspannter. Natürlich muss man Gewicht, Platz und Einbauposition berücksichtigen. Aber wenn das Fahrzeug und der Grundriss es zulassen, ist ein größerer Tank im Alltag ein echter Komfortgewinn.

Mein Ziel beim Camper-Wassersystem

  • mehr Frischwasser als im ersten Ausbau
  • ein zuverlässiges Druckwassersystem
  • Warmwasser über Boiler
  • Möglichkeit zum Duschen
  • saubere Befüllung über Wasserfilter
  • Füllstandsanzeige am Elektropanel
  • möglichst dichte und robuste Schlauchverbindungen

Der Frischwassertank: 112 Liter Radkastentank im Peugeot Boxer

Für meinen Peugeot Boxer L2H2 habe ich mich für einen 112-Liter-Frischwassertank von Aplast entschieden. Dieser Tank sitzt über dem Radkasten und nutzt damit einen Bereich, der im Camper-Ausbau oft schwierig sinnvoll zu nutzen ist.

Der Tank passt sehr gut in Fahrzeuge wie Fiat Ducato, Citroën Jumper und Peugeot Boxer. Genau diese Bauform war für mich interessant, weil ich dadurch viel Wasser unterbringen kann, ohne unnötig wertvollen Stauraum zu verschenken.

Die Verkleidung ist in diesem Bauabschnitt noch nicht komplett fertig. Dadurch sieht man aber sehr gut, wie die Anschlüsse und Komponenten rund um den Tank aufgebaut sind.

Wichtiger Nachtrag aus der Praxis: Den Wasserauslauf würde ich heute nach Möglichkeit oben am Tank planen. Bei einem untenliegenden Auslauf kann im Fall einer Undichtigkeit der komplette Tank leer laufen und den Camper fluten.

112 Liter Radkastentank im Peugeot Boxer Camper Ausbau

Wichtiger Nachtrag: Wasserauslauf am Tank besser oben anbringen

Ein Fehler beziehungsweise ein wichtiger Punkt ist mir erst später richtig bewusst geworden: Der Wasserauslauf am Frischwassertank sollte idealerweise oben am Tank angebracht werden – nicht unten.

Warum? Wenn der Auslauf unten am Tank sitzt und es später irgendwo hinter dem Tank, an einem Anschluss, einer Verschraubung oder einer Leitung zu einer Undichtigkeit kommt, kann im schlimmsten Fall der komplette Tank leer laufen. Bei einem 112-Liter-Tank bedeutet das: Der Camper kann im Ernstfall ordentlich geflutet werden.

Wird das Wasser dagegen von oben aus dem Tank entnommen, kann bei einer Undichtigkeit nicht einfach der komplette Tankinhalt durch die Schwerkraft auslaufen. Das reduziert das Risiko eines massiven Wasserschadens deutlich.

Mein Learning: Auch wenn ein Auslauf unten technisch funktioniert, würde ich bei einem neuen Ausbau die Wasserentnahme oben am Tank planen oder zumindest sehr genau über Absperrhähne, Rückschlagventile und eine sichere Leitungsführung nachdenken.

Frischwasser befüllen: Anschluss, Ventil und Alb Filter

Für die Befüllung habe ich in mein Grundelement einen Anschluss integriert, an dem ich später mit dem Wasserschlauch andocken kann. Zusätzlich ist ein Ventil verbaut, über das ich den Wasserzulauf kontrollieren kann.

Direkt hinter dem Befüllanschluss sitzt ein Alb Filter. Das Wasser wird also bereits beim Einfüllen rudimentär gefiltert, bevor es in den Frischwassertank gelangt.

Ich verwende dafür den Alb Filter MOBIL Active Trinkwasserfilter. Der Filter bekommt später noch eine eigene Halterung, damit alles sauber und stabil sitzt.

Vom Filter aus geht das Wasser weiter über den Befüllstutzen in den Tank.

Alb Filter zur Befüllung des Frischwassertanks im Camper

Tankentlüftung und Überlauf nach außen

Ein Frischwassertank braucht immer auch eine Entlüftung. Beim Befüllen muss die Luft aus dem Tank entweichen können. Außerdem darf bei Überdruck oder zu viel Wasser im Tank nichts unkontrolliert in den Ausbau laufen.

In meinem Setup führe ich die Entlüftung über einen Schlauch mit Ablaufstutzen nach außen. Wenn zu viel Wasser im Tank ist oder Druck entsteht, wird das Wasser beziehungsweise die Luft einfach nach außen abgeführt.

Das ist ein kleines Detail, aber sehr wichtig für ein sauber funktionierendes Wassersystem im Camper.

Füllstandsanzeige: Immer wissen, wie viel Wasser noch im Tank ist

Damit ich unterwegs nicht raten muss, wie viel Frischwasser noch im Tank ist, habe ich eine Füllstandsanzeige von Votronic verbaut.

Im Tank sitzt dafür ein Fühler, der bis ganz nach unten reicht. Zusätzlich benötigt das System außen am Tank einen Masseanschluss als Gegenpol.

Die Anzeige selbst sitzt später am Elektropanel. Dadurch sehe ich auf einen Blick, wie viel Wasser noch im Tank vorhanden ist.

Beim Einbau gab es allerdings eine kleine Herausforderung: Der Masseanschluss am Tank war nach Anleitung nicht auf Anhieb dicht. Ich habe ihn noch einmal ausgebaut, mit Loctite SI 5331 abgedichtet und wieder eingesetzt. Seitdem funktioniert es zuverlässig.

Druckwasserpumpe im Camper: So kommt das Wasser ins System

Unten am Tank befindet sich in meinem aktuellen Aufbau der Auslauf. Von dort geht das Wasser direkt in die Lilie-Druckpumpe. Diese Pumpe baut den nötigen Wasserdruck im System auf.

Wichtiger Nachtrag: Auch wenn ich es in diesem Ausbau so umgesetzt habe, würde ich den Wasserauslauf heute eher oben am Tank planen, um das Risiko eines vollständigen Auslaufens bei einer Undichtigkeit zu reduzieren.

Wichtig ist außerdem, dass vor der Druckpumpe ein Filter sitzt. Dieser schützt die Pumpe vor Schmutzpartikeln aus dem Tank oder aus dem Wassersystem.

Die Pumpe ist mit Gummipuffern montiert. Das ist wichtig, weil eine Druckpumpe beim Anlaufen und Abschalten schwingen kann. Die Gummipuffer entkoppeln diese Bewegungen vom Ausbau und reduzieren Geräusche.

Die Pumpe arbeitet automatisch: Wenn Druck im System aufgebaut ist, schaltet sie ab. Wird Wasser entnommen und der Druck fällt, läuft sie wieder an und baut den Druck erneut auf.

Lilie Druckwasserpumpe mit Filter im Camper Wassersystem

Druckminderer: Den Wasserdruck richtig einstellen

Direkt hinter der Pumpe habe ich einen Druckminderer verbaut. Über diesen lässt sich der Wasserdruck für das gesamte System einstellen.

Das ist besonders sinnvoll, wenn verschiedene Komponenten wie Wasserhahn, Boiler, Verbrühschutz und Dusche zusammenarbeiten sollen. Ein zu hoher Druck kann Verbindungen belasten oder Undichtigkeiten begünstigen. Ein zu niedriger Druck sorgt dagegen für schlechten Wasserfluss.

Mit dem Druckminderer lässt sich das System sauber auf die verbauten Komponenten abstimmen.

Warmwasserboiler im Camper: Warmwasser über Dieselheizung oder Elektro

Der Kaltwasseranschluss läuft unter dem Kühlschrank entlang und geht zuerst in den Warmwasserboiler. Von dort wird das Wasser erhitzt.

Der Boiler kann bei meinem Setup auf zwei Arten Wärme bekommen: elektrisch oder über den Kreislauf der Dieselheizung. Das ist sehr praktisch, weil ich dadurch nicht ausschließlich auf eine Energiequelle angewiesen bin.

Aus dem Boiler kommt oben das Warmwasser heraus und wird anschließend wieder in das Wassersystem eingespeist.

Gerade wenn du im Camper duschen möchtest, ist ein Boiler ein echter Komfortgewinn. Gleichzeitig macht er das Wassersystem natürlich etwas komplexer, weil Warmwasser, Kaltwasser, Sicherheitskomponenten und Temperaturregelung sauber miteinander verbunden werden müssen.

Verbrühschutz: Warum Warmwasser gemischt werden muss

Aus einem Boiler kann sehr heißes Wasser kommen. In meinem Fall können das bis zu etwa 80 Grad sein. Das wäre zum Duschen oder Händewaschen natürlich viel zu heiß und sogar gefährlich.

Deshalb ist ein Verbrühschutz beziehungsweise ein Mischventil verbaut. Dieses Bauteil mischt heißes Wasser aus dem Boiler mit kaltem Wasser und reduziert dadurch die Temperatur auf einen nutzbaren Wert.

Damit das funktioniert, braucht der Verbrühschutz neben dem Warmwasseranschluss auch einen Kaltwasseranschluss. Erst danach geht das gemischte Warmwasser weiter in den Kreislauf.

Die Temperatur kann einmal eingestellt werden und sorgt dann dafür, dass am Wasserhahn oder an der Dusche kein viel zu heißes Wasser ankommt.

Verbrühschutz und Mischventil im Camper Warmwassersystem

Wasserhahn anschließen: Kaltwasser und Warmwasser zur Spüle

Unter der Küche laufen bei mir Kalt- und Warmwasserleitungen nach vorne zum Wasserhahn des Spülbeckens.

Der Wasserhahn hat zwei Anschlüsse: einen für Kaltwasser und einen für Warmwasser. Dafür brauche ich Übergänge von den 10-mm-Wasserschläuchen auf die passenden Anschlüsse des Wasserhahns, in meinem Fall 3/8 Zoll.

Alle Verschraubungen habe ich sorgfältig mit Loctite SI 5331 abgedichtet und zusätzlich mit passenden Schellen gesichert.

Gerade bei solchen Übergängen solltest du nicht an der falschen Stelle sparen. Eine undichte Verbindung im Camper kann schnell nervig werden – vor allem, wenn sie später hinter Verkleidungen oder unter der Küche sitzt.

Warum ich bei Wasserleitungen auf Lilie und Loctite setze

Bei meinem Wassersystem stammen die Schläuche, die Pumpe, die Ventile und viele Verbindungsteile von Lilie. Als Dichtmittel verwende ich Loctite SI 5331.

Diese Kombination hat bei mir sehr gut funktioniert. Nach meinen Erfahrungen aus dem ersten Ausbau wollte ich bei den wasserführenden Komponenten nicht mehr experimentieren.

Gerade bei Verschraubungen hatte ich zunächst mit günstigen Teilen Probleme. Eine Reduzierung vom Schlauch auf den Wasserhahnanschluss wurde einfach nicht dicht. Auch mehrfaches Abdichten brachte nichts. Am Ende habe ich das Teil ausgetauscht und durch eine hochwertigere Lösung ersetzt.

Mein Fazit: Beim Wassersystem lohnt es sich, auf Qualität zu achten. Undichtigkeiten sind im Camper einfach unnötiger Stress.

Meine Learnings beim Wassersystem

Auch wenn das Wassersystem auf den ersten Blick relativ simpel wirkt, braucht es erstaunlich viel Planung. Drei Dinge würde ich besonders hervorheben:

  • Billige Verschraubungen: Eine Reduzierung am Wasserhahnanschluss war nicht dicht zu bekommen und wurde ausgetauscht.
  • Masseanschluss der Füllstandsanzeige: Die Abdichtung nach Anleitung funktionierte nicht zuverlässig. Mit Loctite SI 5331 wurde der Anschluss schließlich dicht.
  • Wasserauslauf am Tank: Der Auslauf sollte besser oben am Tank sitzen. Bei einem untenliegenden Auslauf kann im Fall einer Undichtigkeit der komplette Tank leer laufen.

Gerade deshalb würde ich beim Camper-Wassersystem immer genügend Zeit für Planung, Trockenmontage und Dichtigkeitsprüfung einplanen.

Mein Camper-Wassersystem im Überblick

  • Frischwassertank: 112 Liter Aplast Radkastentank
  • Befüllung: Schlauchanschluss mit Ventil
  • Filterung beim Befüllen: Alb Filter MOBIL Active Trinkwasserfilter
  • Entlüftung: Schlauch mit Ablauf nach außen
  • Füllstand: Votronic Füllstandsanzeige mit Tankgeber
  • Pumpe: Lilie Druckwasserpumpe mit Filter
  • Druckregelung: Druckminderer mit Manometer
  • Warmwasser: Boiler, elektrisch oder über Dieselheizung
  • Sicherheit: Verbrühschutz / Mischventil
  • Dichtmittel: Loctite SI 5331
  • Verbraucher: Spüle, Wasserhahn und Dusche

Für wen eignet sich dieses Wassersetup?

Dieses Wassersetup eignet sich für Camper-Ausbauer, die nicht nur einen einfachen Kanister mit Tauchpumpe nutzen möchten, sondern ein komfortableres Druckwassersystem mit Warmwasser planen.

Besonders sinnvoll ist ein vergleichbares Setup, wenn du:

  • mehrere Tage autark stehen möchtest
  • einen größeren Frischwasservorrat möchtest
  • im Camper duschen willst
  • warmes Wasser an der Spüle oder Dusche nutzen möchtest
  • einen festen Wasserhahn mit Druckwassersystem verbauen möchtest
  • den Füllstand deines Tanks bequem ablesen willst

Wenn du dagegen nur gelegentlich unterwegs bist und hauptsächlich auf Campingplätzen stehst, kann auch ein einfacheres System mit Kanister und Tauchpumpe ausreichend sein.

Häufige Fehler beim Camper-Wassersystem

Beim Wassersystem im Camper gibt es einige typische Fehler, die später zu Undichtigkeiten, schlechtem Wasserdruck oder unnötigem Ärger führen können.

  • Tankgröße zu knapp gewählt: Wasser ist unterwegs schnell aufgebraucht, besonders wenn du duschen möchtest.
  • Entlüftung vergessen: Ohne saubere Tankentlüftung funktioniert das Befüllen nicht richtig.
  • Pumpe ohne Vorfilter betrieben: Schmutzpartikel können die Druckpumpe beschädigen.
  • Schlechte Verschraubungen verwendet: Billige Übergänge und Fittings können undicht werden.
  • Kein geeignetes Dichtmittel verwendet: Gerade Gewindeverbindungen sollten sauber mit einem geeigneten Dichtmittel wie Loctite SI 5331 abgedichtet werden.
  • Wasserauslauf unten am Tank ohne Sicherheitskonzept: Bei einer Undichtigkeit kann der komplette Tank leer laufen. Besser ist eine Wasserentnahme von oben oder ein sehr gut abgesicherter Tankausgang mit Absperrhahn.
  • Kein Verbrühschutz beim Boiler: Warmwasser aus dem Boiler kann viel zu heiß sein.
  • Keine Dichtigkeitsprüfung gemacht: Jede Verbindung sollte vor dem Verkleiden gründlich getestet werden.

FAQ: Häufige Fragen zum Camper Wassersystem

Wie groß sollte der Frischwassertank im Camper sein?

Das hängt stark von deinem Reiseverhalten ab. Für kurze Wochenendtrips reichen oft 40 bis 80 Liter. Wenn du mehrere Tage autark stehen und vielleicht auch duschen möchtest, sind 100 Liter oder mehr deutlich komfortabler.

Warum ist ein 112-Liter-Radkastentank sinnvoll?

Ein Radkastentank nutzt den Platz über dem Radkasten sehr effizient. In Fahrzeugen wie Fiat Ducato, Citroën Jumper oder Peugeot Boxer lässt sich dadurch viel Frischwasser unterbringen, ohne zu viel nutzbaren Stauraum zu verlieren.

Was ist besser: Tauchpumpe oder Druckwasserpumpe?

Eine Tauchpumpe ist einfach und günstig. Eine Druckwasserpumpe bietet mehr Komfort, weil sie automatisch Druck im System aufbaut und sich besser für feste Wasserhähne, Warmwasserboiler und Duschen eignet.

Braucht ein Frischwassertank eine Entlüftung?

Ja, unbedingt. Beim Befüllen muss Luft aus dem Tank entweichen können. Außerdem verhindert eine Entlüftung Überdruck und sorgt dafür, dass das System sauber funktioniert.

Warum sollte der Wasserauslauf am Tank oben sitzen?

Wenn der Wasserauslauf unten sitzt, kann bei einer Undichtigkeit im schlimmsten Fall der komplette Tankinhalt auslaufen. Bei einem obenliegenden Auslauf reduziert sich dieses Risiko deutlich, weil das Wasser nicht einfach durch die Schwerkraft aus dem Tank gedrückt wird.

Warum sollte vor der Druckpumpe ein Filter sitzen?

Ein Filter schützt die Pumpe vor Schmutzpartikeln. Das erhöht die Lebensdauer der Pumpe und reduziert das Risiko von Störungen im Wassersystem.

Wofür braucht man einen Verbrühschutz im Camper?

Ein Boiler kann sehr heißes Wasser liefern. Der Verbrühschutz mischt heißes und kaltes Wasser, damit am Wasserhahn oder an der Dusche eine sichere Temperatur ankommt.

Welches Dichtmittel eignet sich für Camper-Wasserleitungen?

Ich habe bei wasserführenden Gewindeverbindungen sehr gute Erfahrungen mit Loctite SI 5331 gemacht. Wichtig ist, dass das Dichtmittel für Warm- und Kaltwasserverbindungen geeignet ist.

Wie prüfe ich mein Camper-Wassersystem auf Dichtigkeit?

Fülle den Tank teilweise, setze das System unter Druck und kontrolliere jede Verbindung sorgfältig. Am besten lässt du das System eine Weile stehen und prüfst danach erneut, ob irgendwo Feuchtigkeit austritt.

Fazit: Mein Camper-Wassersystem ist simpel, aber komfortabel

Mein Wassersystem im Peugeot Boxer ist im Grundaufbau relativ simpel, deckt aber alles ab, was ich unterwegs brauche: Frischwasser, Druckwasser, Warmwasser und die Möglichkeit zu duschen.

Der 112-Liter-Aplast-Radkastentank gibt mir deutlich mehr Reserve als mein früherer 80-Liter-Tank. Die Lilie-Druckpumpe sorgt für komfortablen Wasserdruck, der Alb Filter filtert das Wasser bereits beim Befüllen und der Boiler ermöglicht Warmwasser.

Wichtig ist aus meiner Sicht vor allem eine saubere Planung, hochwertige Verschraubungen und eine gründliche Dichtigkeitsprüfung. Denn nichts ist im Camper nerviger als eine Wasserleitung, die später hinter der Verkleidung undicht wird.

Ein Punkt, den ich heute anders machen würde: Den Wasserauslauf am Tank würde ich möglichst oben planen. So kann bei einer Undichtigkeit nicht der komplette Tankinhalt auslaufen und den Camper fluten.

Mit diesem Setup habe ich für meinen Ausbau drei wichtige Ziele erreicht: ein zuverlässiges Druckwassersystem, Warmwasser und die Möglichkeit zu duschen.

Verwendete Komponenten & Produktempfehlungen

Hier findest du die wichtigsten Komponenten aus meinem Camper-Wassersystem. Die passenden Produkte findest du auch in meiner Camper-Ausbauliste. Bitte prüfe vor dem Kauf immer, ob Tank, Schläuche, Anschlüsse und Pumpe zu deinem eigenen Ausbau und Fahrzeug passen.

Frischwasser & Befüllung

Wasserfilter

Druckwassersystem

Warmwasser

Anzeige & Kontrolle

Dichtmittel & Kleinteile

Werkzeugempfehlungen für das Camper-Wassersystem

Für ein dichtes und sauber verlegtes Wassersystem brauchst du nicht extrem viel Spezialwerkzeug. Wichtig ist aber, ordentlich zu arbeiten und jede Verbindung sorgfältig zu prüfen.

Grundausstattung

Für Schläuche und Leitungen

  • Schlauchschneider oder scharfes Cuttermesser
  • Entgrater für saubere Schnittkanten
  • Zange für Schlauchschellen
  • Kabelbinder und Halter zur Schlauchführung

Für Abdichtung und Kontrolle

Mein Tipp: Teste das komplette Wassersystem gründlich auf Dichtigkeit, bevor du Verkleidungen montierst oder Möbel fest verschraubst. Eine undichte Verbindung ist offen schnell behoben – hinter der Verkleidung wird sie zum echten Nervthema.

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