Dieser Artikel enthält Empfehlungslinks - mehr Infos dazu findest du hier

LiFePO4 Batterie im Camper: Redodo 140Ah Upgrade für mehr Autarkie

Mehr Batteriekapazität im Camper ist eines dieser Themen, bei denen man meistens erst unterwegs merkt, wie wertvoll jede zusätzliche Amperestunde wirklich ist. Genau das habe ich im Winter in Portugal und Spanien erlebt.

Mein bisheriges Setup mit 2 x 100Ah Redodo LiFePO4-Batterien hat grundsätzlich gut funktioniert. Trotzdem gab es bei längeren Schlechtwetterphasen Situationen, in denen ich mir einfach mehr Reserve gewünscht habe. Deshalb habe ich mein Elektro-Setup jetzt von 200Ah auf 280Ah erweitert – genauer gesagt auf echte 291,5Ah laut App und Batteriemonitor.

In diesem Artikel zeige ich dir mein Batterie-Upgrade im Camper: von den Redodo 100Ah LiFePO4-Batterien auf die neuen Redodo 140Ah LiFePO4-Batterien. Du erfährst, welche Vorteile das Update bringt, warum die identischen Abmessungen so praktisch sind, worauf du beim Einbau achten solltest und warum du deinen Batteriemonitor danach neu kalibrieren musst.

Redodo 140Ah LiFePO4 Batterie Upgrade im Campervan für mehr Autarkie

Das Wichtigste auf einen Blick

  • Upgrade von 2 x 100Ah auf 2 x 140Ah LiFePO4-Batterien
  • Statt 200Ah jetzt nominell 280Ah Gesamtkapazität
  • In meinem Fall laut App sogar 291,5Ah reale Gesamtkapazität
  • 40 Prozent mehr Kapazität bei gleichen Abmessungen
  • Einfacher Eins-zu-eins-Tausch ohne Änderung der Halterung
  • Dauerentladestrom steigt von 100A auf 150A pro Batterie
  • Ideal für autarkes Stehen, Induktion, Laptop, Kameraakkus und Schlechtwettertage
  • Batteriemonitor nach dem Austausch unbedingt neu einstellen
Amrit Soul-Traveller Profilbild

Ich bin Amrit von Soul-Traveller – passionierter Camper-Ausbauer und Fotograf, Vollblut-Praktiker mit Ingenieurstudium und Elektroniker-Ausbildung. Bei meinen Ausbauten achte ich darauf, dass Lösungen nicht nur gut aussehen, sondern im Alltag wirklich funktionieren.    Mehr über mich. . . | Zum Fotoblog. . .

Video: Redodo 140Ah LiFePO4 Batterie im Campervan

In diesem Video zeige ich dir das komplette Batterie-Upgrade in meinem Campervan: die neuen Redodo 140Ah LiFePO4-Batterien, die Kontrolle per Bluetooth-App, den Ausbau der alten 100Ah-Batterien, den Einbau der neuen Batterien und die Anpassung des Batteriemonitors.

Hinweis zum Video

Dieser Artikel basiert auf meinem YouTube-Video zum Redodo 140Ah LiFePO4 Batterie-Upgrade. Im Video siehst du den kompletten Praxisteil direkt aus meinem Campervan.

Warum ich im Camper mehr Batteriekapazität brauche

Wenn du mit dem Camper autark unterwegs bist, ist Batteriekapazität echte Freiheit. Je mehr Energie du speichern kannst, desto unabhängiger bist du von Campingplätzen, Landstrom, gutem Wetter oder täglichen Fahrstrecken.

Mein bisheriges Setup bestand aus zwei Redodo 100Ah LiFePO4-Batterien. Zusammen hatte ich also rund 200Ah Kapazität. Für viele Situationen war das absolut ausreichend. Ich koche elektrisch mit Induktion, lade Laptop, Kameraakkus, Smartphone und betreibe die komplette Bordelektrik darüber.

Im Winter in Portugal und Spanien wurde aber klar: Bei mehreren Tagen schlechtem Wetter fehlt irgendwann genau die Reserve, die man im Sommer kaum vermisst. Weniger Solarertrag, mehr Innenzeit, mehr Laptopnutzung und vielleicht zusätzlich etwas mehr Verbrauch – schon wird die Batterie schneller leer als gedacht.

Meine wichtigste Erkenntnis

200Ah LiFePO4 funktionieren im Camper sehr gut, wenn das gesamte Elektro-Setup passt. Wenn du aber viel autark stehst, elektrisch kochst, bei schlechtem Wetter unterwegs bist oder regelmäßig mit Laptop und Kameraequipment arbeitest, sind 280Ah bis 300Ah deutlich entspannter.

Das Upgrade: von 100Ah auf 140Ah LiFePO4

Das Spannende an der neuen Redodo 140Ah LiFePO4-Batterie ist nicht nur die höhere Kapazität. Der große Vorteil liegt darin, dass die Batterie trotz 40 Prozent mehr Kapazität die gleichen Abmessungen wie die 100Ah-Variante hat.

Für meinen Ausbau ist das perfekt. Ich musste keine Halterung umbauen, keine Kabel verlängern, keine neuen Befestigungspunkte setzen und keine komplette Elektroplanung neu machen. Die neuen Batterien passen dort hinein, wo vorher die alten 100Ah-Batterien saßen.

Redodo 140Ah LiFePO4 Batterien und Ladegerät beim Unboxing vor dem Camper

Bei zwei Batterien bedeutet das:

  • vorher: 2 x 100Ah = 200Ah Gesamtkapazität
  • nachher: 2 x 140Ah = 280Ah Gesamtkapazität
  • in meinem Fall laut App: 291,5Ah reale Gesamtkapazität

Das sind mehr als 40 Prozent zusätzliche Kapazität. Und genau diese Reserve macht im Alltag einen großen Unterschied.

Warum gleiche Abmessungen beim Batterie-Upgrade so wichtig sind

Beim Camper-Ausbau ist Platz immer knapp. Eine Batterie ist nicht einfach nur ein Bauteil, das irgendwo herumsteht. Sie braucht eine sichere Befestigung, passende Kabelwege, ausreichend Platz für Anschlüsse und im Idealfall eine Position, an der man im Servicefall noch gut herankommt.

Wenn eine neue Batterie größer ist, kann daraus schnell ein größerer Umbau werden. Dann muss vielleicht die Halterung angepasst werden, Kabel sind zu kurz, Sicherungen sitzen ungünstig oder der ganze Einbauort passt nicht mehr.

Genau deshalb ist dieses Upgrade so angenehm: Die 140Ah-Batterien ersetzen die bisherigen 100Ah-Batterien direkt. In meinem Ausbau war es ein echter Eins-zu-eins-Tausch.

Praxisvorteil im Camper-Ausbau

Wenn du bereits eine passende Halterung für die 100Ah-Version gebaut hast, kannst du die 140Ah-Variante sehr wahrscheinlich ohne großen Umbau einsetzen. Trotzdem solltest du vor dem Kauf immer die exakten Maße, Anschlüsse und deine Einbausituation im eigenen Fahrzeug prüfen.

Passt die 140Ah LiFePO4 unter den Sitz im Ducato, Boxer oder Jumper?

Ein interessanter Punkt für viele Selbstausbauer: Die Bauform bleibt so kompakt, dass die Batterie weiterhin für typische Sitzkonsolen-Lösungen interessant ist. Gerade bei Fahrzeugen wie Fiat Ducato, Peugeot Boxer und Citroën Jumper ist der Platz unter Fahrer- oder Beifahrersitz ein beliebter Einbauort für Camper-Batterien.

In meinem eigenen Ausbau sitzen die Batterien allerdings nicht unter dem Sitz, sondern im Heckbereich beim linken Radkasten unter dem Bett. Dort sind sie gut erreichbar und sicher befestigt.

Wenn du deine Batterie unter dem Sitz verbauen möchtest, solltest du trotzdem immer genau prüfen:

  • passt die Höhe inklusive Pole und Kabelschuhe?
  • bleibt genug Platz für sichere Kabelverlegung?
  • kann die Batterie ausreichend befestigt werden?
  • kommt man im Servicefall noch an Sicherungen und Anschlüsse?
  • passt die Einbaulage zur Herstellerfreigabe?

Mehr Dauerstrom: 150A statt 100A

Neben der höheren Kapazität gibt es noch einen zweiten wichtigen Vorteil: Der Dauerentladestrom steigt von 100 Ampere auf 150 Ampere.

Das bedeutet, dass aus der Batterie dauerhaft mehr Strom entnommen werden kann. Gerade bei leistungsstarken Verbrauchern im Camper ist das wichtig. Dazu gehören zum Beispiel:

  • Induktionskochfeld
  • Wechselrichter
  • Kaffeemaschine
  • Wasserkocher
  • Föhn
  • größere Ladegeräte
  • 230V-Verbraucher über Wechselrichter

Ich selbst koche im Camper mit einer einzelnen Induktionsplatte. Dafür war mein bisheriges Setup schon brauchbar. Wenn du aber mit zwei Kochplatten arbeiten möchtest oder mehrere starke Verbraucher gleichzeitig laufen, wird der höhere Dauerstrom deutlich interessanter.

Wichtig bei hohen Strömen

Mehr möglicher Entladestrom bedeutet nicht automatisch, dass jedes vorhandene Setup dafür geeignet ist. Kabelquerschnitte, Sicherungen, Hauptschalter, Sammelschienen, Wechselrichter und Anschlüsse müssen zur tatsächlichen Strombelastung passen. Bei Camper-Elektrik sollte immer sauber geplant und fachgerecht gearbeitet werden.

Auslieferungszustand und Kontrolle per App

Die neuen Batterien kamen bei mir mit rund 51 Prozent Ladestand an. Bevor ich sie eingebaut habe, habe ich sie zuerst mit dem Ladegerät vollständig geladen und geprüft.

Redodo App zeigt Bluetooth Batterieüberwachung mit 51 Prozent Ladezustand

Die Verbindung per Bluetooth zur Redodo-App war unkompliziert. Ich konnte jede Batterie einzeln verbinden und die wichtigsten Werte kontrollieren:

  • aktueller Ladezustand
  • Ladestrom
  • verfügbare Kapazität
  • Status des Batteriemanagementsystems
  • Zellstatus
  • allgemeiner Batteriezustand

Bei beiden Batterien hat alles direkt funktioniert. Auch die beiliegende Bedienungsanleitung war wieder auf Deutsch und Englisch dabei.

Bluetooth-Verbindung der Redodo Batterie

Die Bluetooth-Verbindung ist im Alltag richtig praktisch. Du kannst die Batterie direkt per App kontrollieren und musst dich nicht ausschließlich auf den Batteriemonitor verlassen. Gerade vor dem Einbau ist das hilfreich, weil du jede Batterie einzeln prüfen kannst.

Redodo 140Ah Bluetooth QR-Code zur Verbindung mit der Batterie App

Mein Batterie-Einbauort im Camper

Mein Elektro-Setup befindet sich hinten links im Camper, beim Radkasten unter dem Bett. Der große Vorteil an dieser Position: Ich komme jederzeit gut an die Batterien, Anschlüsse und Sicherungen heran.

Die bisherigen zwei Redodo 100Ah-Batterien waren in einem selbst gebauten Holzrahmen fixiert. Dieser Rahmen ist fest mit der Unterkonstruktion des Bodens verschraubt. Zusätzlich sind Bügel und ein kräftiger Spanngurt verbaut, mit dem die Batterien sicher im Rahmen gehalten werden.

Diese Lösung ist einfach, robust und flexibel. Für das Upgrade musste ich nur den Spanngurt lösen, die Anschlüsse entfernen und die alten Batterien herausnehmen.

Sichere LiFePO4 Batteriehalterung im Camper mit Holzrahmen und Spanngurt

Ausbau der alten 100Ah Batterien

Der Ausbau war in meinem Fall sehr unkompliziert. Durch die gut zugängliche Position unter dem Bett konnte ich direkt an die Batterien heran.

Der Ablauf war grob:

  1. Elektro-System sicher abschalten
  2. Spannung und Verbraucher kontrollieren
  3. Spanngurt der Batteriehalterung lösen
  4. Batterieanschlüsse entfernen
  5. alte 100Ah-Batterien aus dem Rahmen nehmen
  6. neue 140Ah-Batterien einsetzen
  7. Anschlüsse wieder korrekt montieren
  8. Batterien mechanisch sicher fixieren

LiFePO4 Batterie im Camper beim Ausbau mit sichtbaren Anschlüssen

Da die neuen Batterien die gleichen Abmessungen haben, musste ich an meiner Halterung nichts ändern.

Sicherheitshinweis

Arbeiten an der Camper-Elektrik sollten nur durchgeführt werden, wenn du genau weißt, was du tust. Auch bei 12V-Systemen können sehr hohe Ströme fließen. Kurzschlüsse, falsche Kabelquerschnitte oder schlechte Verbindungen können gefährlich werden. Im Zweifel solltest du einen Fachmann hinzuziehen.

Einbau der neuen Redodo 140Ah LiFePO4 Batterien

Der Einbau der neuen Batterien war genau das, was ich mir erhofft hatte: einsetzen, anschließen, fixieren, fertig.

Weil die Bauform gleich geblieben ist, passten die 140Ah-Batterien direkt in meinen vorhandenen Holzrahmen. Auch die vorhandenen Kabel konnten weiterverwendet werden. Es war keine Änderung an Kabellänge, Kabelquerschnitt oder Halterung notwendig.

Das ist ein riesiger Vorteil, wenn du dein Elektro-Setup bereits sauber aufgebaut hast. Du bekommst deutlich mehr Kapazität, ohne den kompletten Ausbau anpassen zu müssen.

Batteriemonitor nach dem Upgrade neu einstellen

Nach dem Batterie-Upgrade ist ein Punkt besonders wichtig: Der Batteriemonitor muss auf die neue Gesamtkapazität eingestellt werden.

Wenn dein Batteriemonitor noch von 200Ah ausgeht, du aber inzwischen 280Ah oder mehr verbaut hast, zeigt er dir falsche Werte an. Deshalb musst du die neue Kapazität im Menü hinterlegen.

Batteriemonitor im Camper Kapazität nach LiFePO4 Batterie Upgrade einstellen

Bei mir war der Ablauf einfach:

  1. Menüpunkt „Kapazität“ am Batteriemonitor auswählen
  2. neue Gesamtkapazität eingeben
  3. nicht blind 280Ah eintragen, sondern App-Werte prüfen
  4. bei mir: 291,5Ah Gesamtkapazität
  5. Wert speichern
  6. Batteriemonitor selbst kalibrieren lassen

Nach kurzer Zeit hat der Monitor die neue Kapazität übernommen. Die 291Ah entsprechen nun 100 Prozent Batterieladung.

Batteriemonitor zeigt 291Ah LiFePO4 Gesamtkapazität bei 100 Prozent

Warum du die echte Kapazität prüfen solltest

Eine 140Ah-Batterie hat in der Praxis nicht immer exakt 140,0Ah. In meinem Fall lagen die beiden Batterien bei knapp 145Ah und knapp 147Ah. Zusammen ergibt das 291,5Ah. Deshalb lohnt sich der Blick in die App, bevor du deinen Batteriemonitor einstellst.

Was bringt das Batterie-Upgrade im Alltag?

Der größte Unterschied ist nicht nur eine Zahl auf dem Batteriemonitor. Es ist das Gefühl, mehr Reserve zu haben.

Mit mehr Batteriekapazität kannst du länger autark stehen, entspannter elektrisch kochen und musst bei schlechtem Wetter nicht sofort nervös auf den Batteriestand schauen. Gerade im Vanlife-Alltag macht das einen enormen Unterschied.

Typische Situationen, in denen mehr Kapazität hilft:

  • mehrere Regentage ohne guten Solarertrag
  • Winterreisen mit tief stehender Sonne
  • elektrisches Kochen mit Induktion
  • Laptop-Arbeit im Camper
  • Laden von Kameraakkus und Drohnenakkus
  • längeres autarkes Stehen ohne Campingplatz
  • mehrere Verbraucher gleichzeitig über Wechselrichter

Für mich ist genau das der Grund, warum sich das Update lohnt. Es gibt mir mehr Freiheit und mehr Puffer.

Für wen lohnt sich eine 140Ah LiFePO4 Batterie im Camper?

Aus meiner Sicht lohnt sich die 140Ah-Klasse besonders für Camper, die ihr Elektro-Setup nicht nur für Licht und Handy-Laden nutzen, sondern wirklich autark unterwegs sein möchten.

Besonders sinnvoll ist das Upgrade, wenn du:

  • regelmäßig frei stehst
  • elektrisch kochst
  • einen größeren Wechselrichter nutzt
  • viel mit Laptop oder Kameraequipment arbeitest
  • auch im Herbst und Winter unterwegs bist
  • mehrere Tage ohne Landstrom auskommen möchtest
  • bereits 100Ah-Batterien verbaut hast und mehr Reserve willst

Wenn du gerade erst deinen Camper planst, würde ich persönlich direkt größer planen. Statt später festzustellen, dass 100Ah oder 200Ah knapp werden, ist es oft sinnvoller, gleich ausreichend Kapazität einzuplanen.

Reichen 100Ah LiFePO4 im Camper aus?

Das hängt stark davon ab, wie du deinen Camper nutzt. Für ein kleines Setup mit Licht, Wasserpumpe, Smartphone und gelegentlichem Laden kann eine 100Ah LiFePO4-Batterie ausreichend sein.

Sobald aber größere Verbraucher dazukommen, sieht es anders aus. Ein Wechselrichter, Induktionskochfeld, Kaffeemaschine oder regelmäßige Laptop-Nutzung erhöhen den Energiebedarf deutlich.

Für meinen Reisealltag waren 200Ah grundsätzlich nutzbar. Aber bei Schlechtwetter, Winterreisen und autarkem Stehen fehlte mir manchmal genau die zusätzliche Reserve. Deshalb ist der Schritt auf knapp 300Ah für mich deutlich entspannter.

280Ah oder 300Ah LiFePO4: Ist das die bessere Größe?

Für viele autarke Camper ist der Bereich um 280Ah bis 300Ah ein sehr guter Sweet Spot. Du hast deutlich mehr Reserve als mit 100Ah oder 200Ah, ohne dass das System gleich extrem groß, teuer oder schwer werden muss.

In Kombination mit Solar, Ladebooster und einem passenden Wechselrichter entsteht ein sehr alltagstaugliches Setup. Du kannst mehrere Tage frei stehen, elektrisch kochen und deine normalen Verbraucher nutzen, ohne ständig über den Batteriestand nachzudenken.

Natürlich hängt die ideale Größe immer von deinem Verbrauch ab. Wenn du dauerhaft mit viel Technik arbeitest, eine Klimaanlage betreiben möchtest oder sehr lange ohne Nachladung stehen willst, kann auch noch mehr Kapazität sinnvoll sein.

Häufige Fehler beim Batterie-Upgrade im Camper

Fehler 1: Nur auf die Amperestunden schauen

Kapazität ist wichtig, aber nicht alles. Entscheidend sind auch Dauerstrom, BMS, Lade- und Entladeströme, Temperaturbereich, Anschlüsse und die Einbindung ins Gesamtsystem.

Fehler 2: Batteriemonitor nicht neu einstellen

Wenn du die Kapazität erhöhst, muss dein Batteriemonitor angepasst werden. Sonst zeigt er dir falsche Prozentwerte und Restkapazitäten an.

Fehler 3: Kabelquerschnitte nicht prüfen

Gerade bei höherem Entladestrom müssen Kabel, Sicherungen und Anschlüsse passend dimensioniert sein.

Fehler 4: Batterien nicht sicher befestigen

Batterien müssen im Camper mechanisch sicher befestigt werden. Ein einfacher loser Einbau ist keine gute Idee, besonders nicht bei Vollbremsung oder Unfall.

Fehler 5: App-Werte ignorieren

Die App zeigt dir wichtige Informationen zu Kapazität, Zellstatus und BMS. Diese Werte solltest du vor und nach dem Einbau kontrollieren.

FAQ: LiFePO4 Batterie im Camper

Welche LiFePO4 Batterie eignet sich für den Camper?

Für den Camper eignen sich LiFePO4-Batterien mit integriertem BMS, ausreichend Kapazität, passendem Dauerentladestrom und sinnvoller Überwachung per App oder Batteriemonitor. Welche Größe ideal ist, hängt von deinem Verbrauch ab.

Sind 140Ah LiFePO4 besser als 100Ah?

Wenn die Abmessungen gleich bleiben, ist eine 140Ah-Batterie gegenüber einer 100Ah-Batterie ein deutlicher Vorteil. Du bekommst 40 Prozent mehr Kapazität, ohne zwingend mehr Platz zu benötigen.

Wie viel Batteriekapazität brauche ich für Induktion im Camper?

Für regelmäßiges Kochen mit Induktion würde ich persönlich nicht zu klein planen. 200Ah können funktionieren, mit 280Ah bis 300Ah ist man aber deutlich entspannter unterwegs.

Muss ich nach dem Batteriewechsel den Batteriemonitor neu einstellen?

Ja. Wenn sich die Gesamtkapazität ändert, muss der Batteriemonitor entsprechend angepasst werden. Sonst stimmen die angezeigten Werte nicht mehr.

Kann ich eine 100Ah Batterie einfach gegen eine 140Ah Batterie tauschen?

Wenn Abmessungen, Anschlüsse, Ladeparameter und dein vorhandenes Setup passen, kann der Tausch sehr einfach sein. Trotzdem solltest du vorher alle technischen Daten und deine Einbausituation prüfen.

Was bringt ein höherer Dauerentladestrom?

Ein höherer Dauerentladestrom ermöglicht den Betrieb stärkerer Verbraucher oder mehr Reserve bei hoher Last. Wichtig ist aber, dass auch der Rest des Systems dafür ausgelegt ist.

Ist mehr Batteriekapazität immer besser?

Mehr Kapazität bringt mehr Autarkie, kostet aber auch mehr Geld, Gewicht und Platz. Sinnvoll ist eine Größe, die zu deinem realen Verbrauch und deinem Reiseverhalten passt.

Mein Fazit zum Redodo 140Ah LiFePO4 Upgrade

Für mich hat sich das Upgrade absolut gelohnt. Ich bekomme deutlich mehr Batteriekapazität, ohne meine Halterung, Kabel oder den Einbauort verändern zu müssen. Aus 200Ah wurden nominell 280Ah – und in meinem Fall laut App sogar 291,5Ah.

Gerade für meinen Reisealltag mit autarkem Stehen, Induktion, Laptop, Kameraequipment und längeren Schlechtwetterphasen ist das ein spürbarer Gewinn. Es geht nicht nur um mehr Strom, sondern um mehr Freiheit.

Wenn du gerade einen Camper planst, würde ich persönlich direkt zur größeren Kapazität greifen. Wenn du bereits 100Ah-Batterien verbaut hast und die 140Ah-Variante ohne Umbau passt, ist das Upgrade besonders interessant.

Mein Praxis-Fazit

Mehr Batteriekapazität ist im Camper durch nichts zu ersetzen – außer durch noch mehr Batteriekapazität. Gerade wenn du autark stehen, elektrisch kochen und auch bei schlechtem Wetter entspannt bleiben möchtest, sind rund 280Ah bis 300Ah LiFePO4 eine richtig starke Basis.

Verwendete Produkte und Materialien

Rabattcode: SoulTraveler

Mit dem Code bekommst du 5 Prozent Rabatt auf deine Bestellung bei Redodo. Bitte vor Veröffentlichung final prüfen, ob der Code aktuell noch aktiv ist.

Hinweis: Bei einigen Links handelt es sich um Affiliate-Links. Wenn du über diese Links kaufst, unterstützt du Soul-Traveller, ohne dass dir dadurch Mehrkosten entstehen.

Empfohlene Werkzeuge für das Batterie-Upgrade

  • Solarstecker-Set mit Crimpzange
  • Multimeter zur Spannungsprüfung
  • Drehmomentschlüssel für Batteriepole und Anschlüsse
  • Ratsche / Steckschlüsselsatz
  • Maul- und Ringschlüssel
  • Crimpzange für große Kabelquerschnitte
  • Kabelschneider
  • Abisolierzange
  • Aderendhülsenzange, falls im Setup benötigt
  • Schraubendreher-Set
  • Akkuschrauber
  • Kabelbinder und Kabelhalter
  • Beschriftungsgerät für Kabel und Sicherungen
  • Stirnlampe oder Arbeitsleuchte für enge Einbauorte

Hinweis: In der Camper-Ausbauliste war für Werkzeuge nur ein direkt passender Affiliate-Link zum Solarstecker-Set mit Crimpzange vorhanden. Die übrigen Werkzeuge kannst du später noch mit passenden Links ergänzen.

Transparenz

Bei einigen der Links auf dieser Website handelt es sich um sogenannte Affiliate-Links. Wenn du die verlinkten Produkte kaufst, nachdem du auf den Link geklickt hast, erhalte ich unter Umständen eine kleine Provision direkt vom Händler dafür. Du zahlst bei deinem Einkauf nicht mehr als sonst, hilfst mir aber dabei diese Webseite für dich weiter zu betreiben. Ich empfehle grundsätzlich nur Produkte, welche ich selber besitze oder mir auch kaufen würde.
Herzlichen Dank für deine Unterstützung!

22places-fotokurs-728x90-1