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In den letzten Jahren hat das Kamerasegment der spiegellosen Systemkameras (DSLMs) richtig Fahrt aufgenommen.

Das verlangt nach einem Überblick guter DSLM-Kameras für verschiedene Anwendungsgebiete und Preisklassen.

Sehr lange galt die Spiegelreflexkamera (DSLR) als Synonym für eine professionelle Kamera und etablierte sich über die Jahre in allen Anwendungsbereichen.

Im Jahr 2020 hat sich dieses Blatt nun komplett gewendet und sowohl Einsteiger und Fortgeschrittene Fotografen setzten immer mehr auf die leichteren und kompakteren Systemkameras.

Namhafte Hersteller wie Nikon und Canon schenkten anfangs dem neuem Markt der spiegellosen Systemkameras keine großartige Beachtung und konzentrierten sich weiterhin nur auf ihre Kernkompotenzen.

Aus heutiger Sicht stellt sich das als ein Fehler heraus. Vor allem Sony, Fuji und Panasonic haben einen neuen Markt geschaffen und diesen Bestens auf die Bedürfnisse der Fotografen hinentwickelt und bedient. 

Die Hersteller erkannten den Trend und haben nun schon ausgereifte und attraktive Modelle auf dem Markt.

Gerade im Segment der spiegellosen Systemkameras für unter 1000,-€ gibt es 2020 viele interessante Kameramodelle.

Die besten spiegellosen Systemkameras 2020, Unterschiede zwischen Spiegelreflex- und Systemkameras und wichtige Kaufkriterien für eine Systemkamera schauen wir uns nun im Folgenden genauer an.

Was ist eine Systemkamera?

Spiegellose Systemkameras bestehen wie eine Spiegelreflexkamera ebenfalls aus einem Kamera-Body und einem wechselbaren Objektiv.

Eine spiegellose Systemkamera vereint Vorteile einer Spiegelreflexkamera (manuelle Einstellmöglichkeiten, Wechselobjektive) mit Vorteilen einer Kompaktkamera (leichtes Gewicht und geringe Abmessungen) zu einem eigenständigen Kamerasegment.

Bei einer Spiegelreflexkamera sieht man direkt durch den Sucher das Bild optisch, d.h. es wird nicht wie bei einer spiegellosen Systemkamera elektronisch erzeugt und aufbereitet.

Durch diesen Unterschied fällt der optische Schwingspiegel bei einer DSLM weg, was zu verschiedenen Vorteilen führt.

Vorteile und Nachteile DSLM-Kamera

Vorteile einer spiegellosen Systemkamera gegenüber einer Spiegelreflexkamera

  • Echte Fotovorschau: Man sieht durch den Sucher und auf dem Display, vor dem Auslösen des Bildes wie  das Bild später abgelichtet wird. Ausschnitt, Belichtung und Weißabgleich sind direkt sichtbar.
  • Motivprogramme, wie Filter und Effekte können ebenso sofort im Display gesehen werden.
  • Weitere Informationen und Funktionen wie z.B. Histogramm, Fokus-Peking, manuelles Fokussieren sind möglich.
  • Der Auslöser ist deutlich leiser oder bei einigen Modellen sogar komplett geräuschlos.
  • Durch den Wegfall des optischen Spiegels sind die Abmessungen deutlich kompakter als bei einer DSLR.
  • Aufgrund der kompakteren Abmessungen ist folglich auch das Gewicht der Kamera deutlich geringer. Für viele Fotografen ein deutlicher Pluspunkt, bis hin sogar das ausschlaggebende Kaufkriterium für eine DSLM.

Nachteile DSLM gegenüber DSLR

  • Durch den Wegfall des optischen Suchers wird der Sucher bei einer DSLM elektronisch betrieben. Das bedeutet, dass der Akkuverbrauch deutlich höher ist als bei einer DSLR.
  • Durch den erhöhten Stromverbrauch werden mehr Akkus bzw. Batteriepacks als Zubehör benötigt.
  • Die kleineren Abmessungen können sich auch nachteilig bei der Ergonomie und dem Handling auswirken. Für manche Fotografen ist eine größere Kamera, mit einem größeren Griff besser geeignet, da diese „griffiger“ in der Hand liegt.
  • Durch den elektronischen Sucher kann die Performance etwas schlechter sein als bei einer Kamera mit einem optischen Sucher. Das kann sich durch leichte Verzögerungen auf die Bildvorschau im Sucher bei Bewegungen zeigen.

Die besten spiegellosen Systemkameras (DSLM) 2020 für Einsteiger und Fortgeschrittene

Der stetig wachsende Markt der spiegellosen Systemkameras hat mittlerweile alle namhaften Hersteller dazu aufgefordert sich diesem Markt zu stellen.

Hat ein Hersteller diesen Trend anfangs noch ignoriert, musste dieser seine Hausaufgaben später machen (siehe Nikon und Canon) und der schon enteilten Konkurrenz (z.B. Sony und Fujifilm) hinterher eilen um den Anschluss nicht ganz zu verlieren.

Heute hat der Anwender ein breites Portfolio von leistungsstarken Systemkameras auf einem sehr hohen Qualitätslevel, gepaart mit einem immer stärker werdenden Preis- Leistungsverhältnis.  

Gleichzeitig geht der DSLM-Markt immer mehr in eine Sättigung und die Hersteller müssen mit guten Angeboten, vor allem für Vorgängermodelle die Fotografen zum Kauf locken.

Ein breit gefächertes und gleichzeitig qualitativ hochwärtiges Angebot an besten spiegellosen Systemkameras mit APS-C Sensoren gibt es bis 1000,-€.

Möchte man einen weiteren Sprung in Punkto Qualität machen, warten schon die spiegellosen Systemkameras mit Vollformat Sensor, welche für unter 2000,- € zu haben sind.

Einsteiger-DSLM mit APS-C-Sensor (Budgetempfehlung)

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Sony Alpha 6000 (bzw. A6100)

Die Sony Alpha 6000 ist auch 2020 (vgl. Sony Alpha 6000 Test 2020)  nach wie vor die Referenzkamera wenn es um ein überragendes Preis- Leistungsverhältnis geht.  Das Nachfolgemodell, die Sony Alpha 6100 (vgl. Sony A6000 vs A6100 Vergleich – Die 8 wichtigsten Unterschiede) steht aber in den Startlöchern das Erbe anzunehmen, da die A6100 nun zu einem vernünftigen Preis von unter 700,-€ zu bekommen ist.

  • grandioses Autofokussystem
  • sehr gute Bild- und Videoqualität
  • eigenwilliges Sony-like Menü
  • leichte Abstriche beim Sucher und Touchscreen
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Canon EOS M200

Die Canon EOS M200 besticht mit kleinen Abmessungen und geringen Gewicht, welche eher an eine Kompaktkamera erinnern. Insgesamt punktet die Canon M200 mit einem sehr stimmingen und duchdachten Gesamtkonzept für eine Einsteiger-DSLM.

  • Klappdisplay
  • einfache Bedienung
  • guter Autofokus 
  • kein Sucher
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Fujifilm X-T100

Mit der X-T100 reiht sich eine Einsteiger-DSLM im unteren Preissegment nun ins Fujifilm Kameraportfolio ein. Wie von Fujifilm gewohnt ist auch diese Kamera sehr gut verarbeitet und es macht einfach Spaß mit dieser Kamera zu fotografieren.

  • Bildqualität und Haptik 
  • sehr gutes Preis- Leistungsverhältnis
  • gutes Objektivsortiment
  • etwas behäbiger Autofokus

Allrounder-DSLM mit APS-C-Sensor (Preis- Leistungsempfehlung)

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Sony Alpha 6400 (A6400)

Katapult artig wurde die Sony A6400, dank dem herrausragenden Preis- Leistungsverhältnis zum Klassenprimus der Systemkameras mit APS-C Sensoren bei Sony. In meinem ausführlichen Sony Alpha 6400 Test findest du alle wichtigen Details zu dieser schmucken Kamera. Hier die wichtigsten Eckpunkte in der Übersicht:

  • Ultraschneller Hybridautofokus mit Realtime-Eyetracking
  • Sehr guter Farbdynamikumfang + Tiefenschärfe
  • Videofunktionalitäten: Klappdisplay + externer Mikroanschluss
  • sehr gute Auslösegeschwindigkeit
  • geringe Abmessungen und Gewicht
  • Bluetooth Anschluss
  • Kein Bildstabilisator
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Fujifilm X-T30

Haptik und Bedieung ist wie bei allen Systemkameras von Fujifilm in der X-Serie das herrausragende Merkmal. Man hat immer wieder von Neuem Spaß mit dieser Kamera zu fotografieren. Leichte Abstriche gibt es noch im Vergleich zu Sony beim Autofokussystem.

  • sehr gute Ausstattung (z.B. Kopfhöreranschluß)
  • Retrodesign
  • sehr gute Bildqualität und Geschwindigkeit
  • Autofokussystem nicht auf Sony-Niveau
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Nikon Z50

Mit der Z-Serie hat Nikon nun sehr schnell die Lücke zu Sony und Fujifilm geschlosssen. Mit der Nikon Z50 kommt ein stimmiges Gesamtkonzept mit einem Qualitätslevel in allen Punkten, welcher man von Nikon erwartert und nun auch geliefert bekommt. 

  • Bildstabilisator
  • sehr gute Menuführung
  • klein und handlich
  • Objektivauswahl noch übersichtlich

DSLM mit APS-C und MFT-Sensor für Fortgeschrittene

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Sony Alpha 6600 (A6600)

Das Sony-Autofokussystem ist aktuell noch die Referenz für die Konkurrenz, welche aber schon aufgeschlossen hat. Die Schnelligkeit und Präzision des Autofokus machen es schwer unscharfe Bilder zu produzieren. Wer im Videomodus auf 60fps in 4K verzichten kann (z.B. für flüssige Zeitlupenaufnahmen), muss diese Schmucke Systemkamera auf dem Zettel haben.

  • Interner 5-Achsen Bildstabilisator (IBIS)
  • Top Bild- und Videoqualität
  • Aktueller Maßstab in punkto Augen- und Realtimefokus angeht 
  • Staub- und Spritzwasser geschützt
  • Lange Akkulaufzeit, dank dem großen NP-FZ100 Akku
  • Sehr gute Haptik, dank großem Handgriff 
  • Über 100 gr. schwerer als die kleinen Schwestermodelle (A6100 & A6400) 
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Fujifilm X-T4

Mit der X-T4 von Fujifilm hat die Sony Alpha 6600 nun einen direkte Konkurrenten an der sie sich messen lassen darf. Wer bei der Bedienung und der Haptik etwas mehr Wert auf „Fotoapparat-Feeling“ legt und auf ein nicht ganz so schnelles Autofokussystem wie z.B. bei der Sony A6600 verzichten kann, liegt wahrscheinlich mit der Fujifilm X-Serie goldrichtig.

  • Sehr gute Qualität im Bild- sowie im Videomodus.
  • Zwei SD-Kartenslots mit UHS-II Standard (z.B. SD1 = JPGs und SD2 = RAW oder SD1 =. Fotos und SD2 = Videos).
  • Formvollendetes Retrodesign im beliebten Fujifilm-Standard.
  • Viele mechanische Funktions- und Bedienelemente.
  • Sehr gut funktionierender Bildstabilisator.
  • Autofokussystem (noch) nicht auf Sony Niveau.

Panasonic Lumix DC-G9MEG-K

Panasonic war einer der ersten Hersteller von spiegellosen Systemkameras und brachte schon vor Jahren mit der Lumix G1 die erste DSLM auf den Markt. Panasonic hat mit Olymps zusammen das Micro-Four-Thirds-System entwickelt. Das System bildet heute einen eigenen Standard in Punkto Sensorgröße, Objektivbajonett und Kommunikationprotokolle.

  • Brilliante Bild- und Videoqualität mit sehr guten Autofokus
  • Hohe Videoauflösungen von 6K/4K Foto und 4K 60p möglich
  • Outdoor tauglich durch Kälte-, Staub- & Spritzwasserschutz
  • Dualer I.S. Bildstabilisator 

 

Fortgeschrittne-DSLM mit Vollformat Sensor

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SONY Alpha 7 III

Völlig zurecht hat sich die 7er Serie von Sony bei den spiegellosen Systemkameras mit Vollformatsensor die Pole-Position gesichert. Ein fließender Übergang von der High-End Systemkamera mit APS-C Sensor (Sony A6600) ist Sony hiermit gelungen. Für viele Anwender ist die A7III die perfekte Einstiegskamera in die Vollformat Liga.

  • Top Preis-Leistungsverhältnis
  • Sehr stimmiges Kamera-Gesamtkonzept in Bezug auf Bedienung, Gewicht und Abmessungen.
  • Brillante Bild- und Videoqualität mit hohem Dynamikumfang.
  • Robustes staub- und spritzwassergeschütztes Kameragehäuse.

 

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Nikon Z6

Mehr als eine solide Kameralinie ist Nikon nun mit der Z-Linie gelungen. Nach anfänglichem zögern sich mit den spiegellosen Systemkameras auseinander setzten, bietet Nikon nun Sony Paroli und ist nun gleichauf.

  • Durchdachtes, Nikon gewohntes Bedien- und Gehäusekonzept.
  • Flüssige Arbeitsgeschwindigkeit.
  • Detailreiche und herausragende Bild- und Videoqualität. 
  • Sehr schnelles Autofokussystem, welches nun auf Sony Niveau anzusiedeln ist.
  • Der Markt an Z-Objektiven ist noch überschaubar. F-Objektive sind aber über einen FTZ-Adapter einsetzbar.

Hier zeige ich dir meine aktuelle Foto-Ausrüstung inkl. dem kompletten Zubehör rund um die grandiose Sony Alpha 6400 (*).
Dieses kleine Schmuckkästchen ist meine persönliche, beste Reisekamera 2020 und immer mit dabei!

Was gibt es für Alternativen zu einer spiegellosen Systemkamera?

Smartphone

Bildquelle: Pixabay PascalBeckmann

Die neueste Generation der Smartphone-Kameras zeigt sich stark verbessert.

Mit den aktuellen Smartphone-Kameras sind Bilder in einer Qualität möglich, welche noch vor kurzer Zeit undenkbar war.

Selbst professionelle Fotografen müssen dies mittlerweile zugeben, nachdem sie die Handykamera lange Zeit als Spielzeug für die Handtasche abgestempelt haben, dass die Ergebnisse mehr als beachtenswert sind

Viele betreiben heutzutage ihre Instagram- und Facebookseiten ausschliesslich mit Fotos, welche mit Smartphones aufgenommen wurden. Gerade für Social Media punktet eine gute Smartphone-Kamera also.

Aktuelle Smartphone-Modelle sind mit z.T. schon mit 4-fach Kameras für optischen Zoom ausgestattet und bestechen mit technischen Daten, die mit manch einer Kompaktkamera und Systemkamera mithalten können.

Drei der aktuell besten Mobil-Kameras stecken in den Smartphones von den Branchenführern:

 Apple iPhone 11 Pro (64, 256 oder 512 GB)

Kameradaten des iPhone 11 Pro: 12 Megapixel Drei-Kamera-System mit Ultraweitwinkel-, Weitwinkel- und Teleobjektiv, Nachtmodus, Porträtmodus und 4K Video bis zu 60 fp

 Huawei P40 Pro (128 oder 256GB)

Kameradaten des Huawei P30 Pro: Ultra Vision Leica 4-fach Kamera,Hauptkamera mit 50 MP + 40 MP + 12 MP Autofokus + 3D -Tiefenkamera

 Samsung Galaxy S20 Ultra (128 oder 512GB)

Kameradaten des Samsung Galaxy S20 Ultra: Videos in 8K 16:9 , Hauptkamera 108MP, F1.8; Telekamera 48MP, F2.0; §D-Tiefenkamera, 30-fach Space Zoom und Bright Night.

 

Spiegelreflexkamera (DSLR)

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Bildquelle: Pixabay pixel2013

Alle wichtige Vorteile und Nachteile zwischen einer spiegellosen Systemkamera und einer Spiegelreflexkamera haben wir oben im Artikeleingang ausführlich herausgearbeitet.

Fakt ist, dass die technischen Unterschiede meisten nicht so gravierend sind und mehr nach dem Anwendungsgebiet und von den persönlichen Präferenzen des jeweiligen Anwenders abhängen.

Zum Beispiel kann sich der größte Vorteil einer DSLM, die geringen Abmessungen und das Gewicht je nach dem entsprechenden Anwendungsgebiet und dem verwendeten Objektiv schnell an das Gesamtgewicht eines vergleichbaren DSLR-Settings angleichen. 

Die Sensorgröße, Robustheit, der geringere Akkuverbrauch und professionelle Anwendungsgebiete wie z.B. Sport- und Wildtierfotografie sprechen nach wie vor für ein DSLR-System.

soul-traveller-link-box DSLR für Einsteiger: Canon EOS 2000D

Eckdaten der Canon EOS 2000D: 24,1 MP APS-C CMOS-Sensor; Full HD

soul-traveller-link-box Allrounder-DSLR: Nikon D7500

Eckdaten der Nikon D7500: 20,9 MP DX-CMOS-Sensor; ISO-Empfindlichkeit 100-51.200; neigbarer Touchmonitor; 4K UHD-Video

soul-traveller-link-box Profi-Segment: Nikon D780

Eckdaten der Nikon D780: 24 MP Vollformat-Sensor, ISO-Empfindlichkeit 100-51200; 4K UHD Video

 

Bridgekamera

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Bildquelle: Pixabay Didgeman

Je nach den individuellen Anforderungen kann heutzutage eine Bridgekamera immer noch die beste Wahl darstellen.

Der grundlegende Unterschied zwischen einer spiegellosen Systemkamera und einer Bridgekamera besteht in der Möglichkeit das Objektiv wechseln können (DSLM) oder einem fest verbauten Objektiv (Bridegkamera).

Bridgekameras werden deshalb manchmal auch als Superzoom- oder Ultrazoom-Kamera bezeichnet, da die verbauten Optiken meistens einen sehr großen Brennweitenbereich haben.

Wer eine simple Allrounder-Kamera, welche sich sehr einfach bedienen lässt und in jeder Situation gute  Ergebnisse erzielt, sollte sich unbedingt folgende Bridgekameras näher anschauen und gegen vergleichen:

soul-traveller-link-box Der Klassiker: Panasonic Lumix DC-FZ1000 II

Eckdaten der Panasonic Lumix DC-FX 1000 II: 20,0 Megapixel, ISO 125 – 12.800, Leica Objektiv 25 – 400 3,0 Zoll, DMW-BLC12E, SDXC, 810 g

soul-traveller-link-box Premium Bridge Kamera: Sony Cyber-shot DSC-RX10 IV

Eckdaten der Sony Cyrer-shot DSC-RX10 IV: 20,0 Megapixel, ISO 100 – 12.800, 25-fach optischer Zoom, 4K, 24-600mm F2.4-4 Zeiss Objektiv, NP-FW50, SDXC, 1.112 g

soul-traveller-link-box Allrounder: Canon PowerShot G3 X

Eckdaten der Canon 820 PowerShot G3 X: 20,2 Megapixel, ISO 80 – 3.200, 24 – 1.200 mm, 3,0 Zoll, NP-BX1, SDXC, 660 g

 

Wichtige Kaufkriterien für spiegellose Systemkameras

Sensorformat

Allgemeines 

Das Sensorformat oder besser gesagt die Größe des Sensors ist für die Bildqualität sehr entscheidend (vgl. Fotografie-Grundlagen: ISO, Blende und Verschlusszeit).

Grundsätzlich kann man sagen, dass ein größerer Sensor bei gleicher Bildauflösung lichtempfindlicher ist und somit weniger Rauschen verursacht.
Bei schlechten Lichtverhältnissen, Dämmerung-, Nacht-, Astro-, Konzert- und Innenaufnahmen wird dieser Unterschied deutlicher und ein größerer Sensor ist ein enormer Vorteil. 

Verwendet man einen kleineren Sensor so kann dadurch auch eine kleinere Kamera gebaut werden. Es hängt als sehr stark vom Einsatzgebiet der Kamera ab.

Welche Sensorformate gibt es?

 

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Bildquelle: CC BY-SA 3.0 Хрюша


Mittelformat
: Fujifilm (G-System)
Vollformat: Sony (A7-Serie), Nikon (Z-Serie), Panasonic (Lumix S-Serie), Canon (EOS-R-Serie)
APS-C Format: Kommt ursprünglich von den DSLR-Kameras. Bei den DSLMs verwenden Sony (6000er-Serie), Fujifilm (X-Serie), Canon (EOS-M-Serie), Leica (T-Modell) dieses Sensor-Format
Four-Thirds bzw. – Micro-Four-Thirds Format: Von Olympus und Panasonic eigen entwickeltes Sensorformat
CX-Format: 1″ Zoll großer Sensor in der Nikon-1 Serie verbaut

Sucher

Bei einer Systemkamera ist ein Sucher technisch gesehen immer elektronischer Art, da ja der Spiegel wie bei einer Spiegelreflexkamera fehlt. Im Sucher sieht man das tatsächliche Abbild, welches auf das Foto kommt.

Grundsätzlich muss man sich Fragen, ob man einen Sucher benötigt oder nicht. Kleinere spiegellose Systemkameras  verzichten auf einen Sucher und sind dadurch noch kompakter.

Autofokus

Ein guter Autofokus ist generell bei allen Kameras ein wichtiger Faktor. Ein guter Autofokus wird zum einen durch seine Schnelligkeit und zum anderen durch seine Präzision definiert.

Sony hat mit der neuesten Generation den Autofokus auf ein neues Level gehoben. So erkennt die interne Software und der dahinterliegende Algorithmus äußerst präzise ein menschliches Auge und kann dieses auch verfolgen, welches  bei Tieraugen mittlerweile genauso funktioniert.

Wer also schnell bewegende Motive wie z.B. spielende Kinder, Tiere (Haustiere Katze, Hund), Sportler zu seinen Lieblingsmotiven zählt wird mit einer Kamera der neuesten Generationen seine wahre Freude haben, da unscharfe Bilder (fast) nicht mehr möglich sind.

Ausstattung

Wer mit seine DSLM auch als Video- oder Vlogkamera verwenden möchte sollte auf extra Schnittstellen wie externes Mikrofon, Kopfhörerausgang achten.

Zur Bedienung und zum schnellen (kabellosen) Austausch der Aufnahmen gehören heutzutage WLAN und Bluetooth zum Standard mit an Board einer Systemkamrea.

Verarbeitung

Die Verarbeitung, im speziellen das Gehäuse hat Auswirkungen auf das Gewicht und die Robustheit einer Kamera.

Ein verbautes Kunststoffgehäuse ist zwar leicht und spart somit Gewicht, wirkt aber oft etwas „billig“ und ist nicht so stabil, wenn es mal etwas rauer zugeht.

Aktuell werden sehr oft staibilere Magnesiumgehäuse bei den Kameras verbaut. Wenn es einem nicht nur um „Schönwetteraufnahmen“ geht, sondern auch mal Regen, höhere Luftfeuchtigkeit und Staub zugegen ist, sollte man zusätzlich auf ein entsprechendes Gehäuse, welches mindestens Staub- und Spritzwasser geschützt ist achten.

Bedienung + Haptik

Neben den ganzen technischen Parametern einer Kamera sind bei der Auswahl einer Kamera oft auch sehr persönliche Empfindungen mindestens genau so wichtig .

Dazu ist ratsam in eine Fotofachgeschäft zu gehen und sich bestimmte Modelle selber in die Hand zu nehmen und die Ergonomie testen und Antworten auf folgende Fragen finden:

  • Passt der Handgriff und die Anordnung und Größe der Bedienelemente der favorisierten Kamera zu meinen persönlichen Anforderungen?
  • Fühlt sich die Kamera gut an?
  • Passt die Kamera und das drum herum zu meiner Hand?
  • Komme ich mit der Menuführung klar?

Objektive  

Das wohl wichtigste Kriterium, neben der eigentlichen Kamera ist nach wie vor das Angebot von Objektiven des jeweiligen Kameraherstellers.

Ebenso sollte man einen Blick über den Tellerrand werfen und nach den gängigen Drittherstellern wie z.B. Sigma, Tamron, Samyang etc. Ausschau halten, ob es für den jeweiligen Objektivanschluss Alternativen gibt.

Oftmals sind die Linsen von einen Fremdthersteller qualitativ sehr gut und deutlich günstiger als die original Linsen des jeweiligen Herstellers.

Hat man noch Objektive von einer Kamera mit einem anderen Anschluss (Bajonett), sollte man prüfen ob es einen entsprechenden Adapter gibt, der eine Weiterverwendung ermöglicht.

Das Kameragehäuse, sogenannte Bodys werden tendenziell immer günstiger, vor allem wenn ein Nachfolgermodell auf den Markt kommt.

Bei den Objektiven schaut es anderes aus. Gute Objektive sind sehr wertstabil und lassen sich immer wieder sehr gut weiterverkaufen. Deshalb ist eine sorgsame Behandlung von Objektiven sinnvoll (vgl. Sony Alpha E-Mount Objektive für die 6000 / 6100 / 6300 / 6400 / 6500 / 6600 und Samyang 12mm vs. Sigma 16mm vs. Sony 35mm Vergleich (inkl. Bilder+Video)).

Zubehör

Für fast alle gängigen Kameralinien gibt es einen riesigen Zubehörmarkt, sowohl vom Kamerahersteller bis hin zu unzähligen Dritthersteller ist alles vertreten was der Fotograf für seine Kamera benötigt.

Angefangen von der Speicherkarte, über Fototaschen, Ersatzakkus, ND-, Pol-, UV-Filter, Kameragurte, Stative etc. gilt es unterm Strich sehr auf ein ausgewogenes Preis- Leistungsverhältnis Ausschau zu halten. (vgl. Das Beste Sony Alpha 6400 Zubehör und für die A6000 / A6100 / A6300 / A6500 / A6600)

Nicht ganz zu unterschätzen ist das benötigte Zubehör schon bei der Budgtplanung der Kamera bzw. der Ausrüstung, da hier eine Euros noch investiert werden müssen um eine gut funktionierende Fotoausrüstung zusammen zu bekommen. (vgl. Beste Reisekamera 2020: Meine Foto-Ausrüstung + Zubehör).

Fazit der besten spiegellosen Systemkameras (DSLM) 2020

Seit über 10 Jahren gibt es nun spiegellose Systemkameras auf dem Markt.

Anfangs von den professionellen Fotografen belächelt und von einigen namenhaften Herstellern unterschätzt bis ignoriert haben sich die DSLMs nun auf einen Ebene mit den DSLRs gestellt.

Die Vorzüge einer DSLM (Gewicht+Abmessungen, Liveview, sehr gute Videofunktionalitäten, Vorschaufunktionen für die eingestellten Bildeffekte, Autofokussystem) und nun auch die damit verbundene Qualität in Kombination mit den dazu gewonnenen Möglichkeiten ist mittlerweile bei vielen Profifotografen mindestens eine DSLM in der Ausrüstung mit dabei.

Die Grenzen zwischen Systemkameras und Spiegelreflexkameras sind fliesend geworden. Noch die war der Kameramarkt so gut mit soviel Qualität bestückt. Heutzutage bekommt man z.B. eine gute Einsteiger-DSLR mit APS-C Sensor inkl. Objektiv für unter 500,-€. Und auf der anderen Seite eine Profi-DSLM ohne Objektiv mit einem Vollformatsensor für unter 2000,-€.

Der Trend zeigt ganz klar in Richtung DSLM und läuft nun den DSLRs den rang ab, was einen Preisverfall im DSLR Segment zu Folge hat.

Vor allem als Einsteiger hat man ein richtig gutes Angebot an Kameras, insbesondere wenn man sich noch auf dem Gebrauchtmarkt etwas umschaut, da viele „Systemwechsler“ ihre komplette DSLR-Ausrüstung in eine neue zeitgemäße und trendige DSLM-Ausrüstung eintauschten (vgl. den Werdegang meiner Fotoausrüstung: Beste Reisekamera 2020: Meine Foto-Ausrüstung + Zubehör). 

Die Entwicklungen der spiegellosen Systemkameras in den nächsten Jahre wird sich nicht mehr so stark auf neue und noch größere Bildsensoren richten, sondern mehr in die interne Verarbeitungssoftware.

Sichtbar wurde das beim Autofokussystem von den aktuellen Sony Alpha Kameras mit einem präzise und schnell funktionierenden Augenerkennungsalgorithmus wieviel Optimierungspotential noch vorhanden war.

Richtungsweisend sind auch die optimierten Funktionalitäten der neuesten Smartphonekameras, welche ohne großartige Optiken und Brennweiten durch Software sehr viel kompensieren können, mit beeindruckenden Ergebnissen. 

Hier zeige ich dir meine aktuelle Foto-Ausrüstung inkl. dem kompletten Zubehör rund um die grandiose Sony Alpha 6400 (*).
Dieses kleine Schmuckkästchen ist meine persönliche, beste Reisekamera 2020 und immer mit dabei!

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